Oktober 20, 2011
Psychopharmaka: Kinder werden immer mehr damit behandelt 0
Studie zu Medikamentenverbrauch ergibt: Immer mehr Kinder bekommen Psychopharmaka
Psychopharmakas sind weiter auf dem Vormarsch. Jetzt ist durch eine Studie bekannt geworden, dass immer mehr Kinder die bewusstseinsverändernden Medikamente verschrieben bekommen. Eine besorgniserregende Entwicklung.
Nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) bekommen immer mehr Kinder von Ihren Ärzten Psychopharmaka verschrieben bzw. verordnet. Ganz besonders oft werden nach dieser Studie Arzneimittel gegen die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verordnet.
32% mehr Kinder bekommen Psychopharmaka
Im Jahr 2006, so hat die Techniker Krankenkasse festgestellt, bekamen rund 20.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren, die bei der TK versichert waren, ADHS-Medikamente. Im Jahr 2010, also nur 4 Jahre später, waren es bereits rund 29.000. Dies ist eine Steigerung um 32%, bereinigt man diese Zahlen um den Zuwachs der Versicherten.
Schaut man sich die Zahl der Verordnungen von Risperidon-Präparaten (zur Behandlung von Aggressionen im Zusammenhang mit Verhaltensstörungen) an, erkennt man auch, dass es hier im gleichen Zeitraum es mehr als eine Verdopplung der Verordnungen für gegeben hat.
Das wirklich erschreckende dabei ist, dass viele fachfremde Mediziner wie zum Beispiel Hausärzte diese Antidepressiva verschreiben.

