Januar 13, 2010
Wird Aspirin rezeptpflichtig? 0
Das Schmerzmittels Acetylsalicylsäure (z.B. ASS oder Aspirin) könnte es schon bald nur noch auf Rezept in der Apotheke geben, zumindest die Großpackungen. Wie der Branchendienst APOTHEKE ADHOC berichtet, will der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Packungsgrößen für bislang rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel begrenzen.
Im Fall von Aspirin bzw. dem Wirkstoff ASS soll die Grenze dann bei zehn Gramm Wirkstoff pro Packung sein, dies entspräche dann 20 Tabletten à 500 Milligramm Wirkstoff. Somit wären alle größeren Packungsgrößen, die bisher oft als Vorteilspackung günstiger waren, rezeptpflichtig und ohne einen Arzt nicht zu bekommen.
Sollten das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und danach der Bundesrat der Empfehlung des Expertengremiums folgen, könnte Aspirin und ASS damit zum ersten Mal in seiner Geschichte verschreibungspflichtig werden. Ausgenommen von der Rezeptpflicht wären dann nur noch kleine Packungen, für Packungsgrößen von 50 Tabletten und 100 Tabletten wäre eine ärztliche Verordnung nötig.
Auch die Schmerzmittel Ibuprofen, Diclofenac, Propyphenazon und Phenazon soll es dann neue Höchstgrenzen für die Selbstmedikation geben. Schon letztes Jahr wurde die rezeptfreie Packungsgröße für Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol auf zehn Gramm beschränkt.

