Die Geschichte der Apotheke 0

Sicherlich muss man heute niemandem mehr wirklich erklären, was eine Apotheke ist. Allerdings ist eine Apotheke nicht nur die typische Apotheke um die Ecke mit dem großen roten A, es gibt auch andere Apotheken, die so nicht sofort als Apotheke erkennbar sind. Außerdem stellt sich natürlich die Frage woher der Name Apotheke stammt und wie die Geschichte der Apotheken bis heute war. Ein Überblick darüber, was eine Apotheke eigentlich ist.

Was ist eine Apotheke?

Eine Apotheke kennt man hauptsächlich von der Apotheke um die Ecke, eine Art Ladengeschäft in dem man Medikamente und andere medizinische Produkte kaufen kann. Offiziell ist eine Apotheke ein Ort, an dem Medikamente und andere medizinische Produkte hergestellt, geprüft, gelagert und erworben werden können. Somit gibt es auch in Krankenhäusern oder auf Schiffen eine Apotheke, auch dort werden Medikamente bevorratet.

Apotheker, das sind studierte Pharmazeuten, haben aber auch beratende Aufgaben gegenüber den Kunden einer Apotheke. Das bedeutet, dass sie Kunden und Patienten über Wirkungsweisen der Medikamente, Wechsel- oder Nebenwirkungen der Medikamente und artverwandte Mittel und/oder Generika beraten und aufklären.

Sortiment einer Apotheke

Neben Medikamenten und Arzneimittel bevorratet eine Apotheke auch andere Produkte wie zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Produkte, gesundheitsfördernde Produkte oder auch Heil- und Hilfsmittel. Manche Apotheken haben außerdem Sanitätsartikel oder Natur-Produkte im Sortiment.

Woher stammt der Begriff Apotheke?

Der eigentliche Begriff „Apotheke“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Aufbewahrungsort“. Hier wurden schon zu allen Zeiten Heilkräuter aufbewahrt und verarbeitet. Grundsätzlich darf eine Apotheke auch heute noch nur von einem staatlich geprüften Apotheker geführt werden.

Geschichte der Apotheke

Die uns heute bekannten Apotheken kommen ursprünglich von Gewürzhändlern aus dem Orient, die schon im 8. und 9. Jahrhundert Kenntnisse um die Wirkungsweise von Heilkräutern verfügten. Im Jahre 1241 nach Christus verfügte Kaiser Friedrich II. die gesetzliche Trennung zwischen Arzt und Apotheker, Ärzte durften also keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein. Die Arzneimittelpreise wurden ebenfalls gesetzlich festgeschrieben um eine befürchtete Preistreiberei zu verhindern. Dies alles ist mehr oder weniger bis heute so.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde in den Apotheken eine intensive Arzneimittelforschung betrieben, besonders herausragend waren die Apotheken in den Regionen um Berlin, Thüringen und Sachsen.

Drastische Änderungen im Bereich der pharmazeutischen und chemischen Forschung in Sachen Medizin vollzog sich im 19. und 20. Jahrhundert. Es entstand die pharmazeutische Industrie, teilweise aus Apotheken heraus wie die heute noch existierende Merck KgAA. Seitdem beschränkt sich die Arbeit der stationären Apotheke nur auf Qualitäts- und Identitätsprüfungen der Medikamente sowie Beratung und Verkauf. In seltenen Fällen werden noch Salben oder Tinkturen in den Apotheken hergestellt.

Das Rote A – Das Apotheken-Logo

Auch im 20. Jahrhundert behann man ein einheitliches Apothekensymbol oder Logo zu suchen. Auch hier nahm Deutschland eine Sonderrolle ein, denn 1937 wurde das bekannte das Rote A auf weißem Grund eingeführt, international wird eher das grüne Kreuz (z.B. Frankreich) oder ein einfaches A benutzt.