Dezember 27, 2009
Im Westen leiden mehr Menschen an Allergien 0
Allergien sind zu einer modernen Geisel der zivilisierten Menschheit geworden. Allein in Deutschland leiden etwa 25 bis 30 Millionen Menschen an mindestens einer Allergie. Fast 30% der Bevölkerung haben also mindestens eine Allergie, oft treten Allergien aber auch gehäuft auf. Auffallend ist, dass in den neuen Bundesländern weniger Menschen an Allergien leiden als im Westen von Deutschland.
Allergien haben ein Ost-West-Gefälle
Wenn man sich die Verbreitung von Allergien in Deutschland anschaut, fällt auf, dass es ein deutliches Ost-West-Gefälle der Verbreitung von Allergien bei Erwachsenen gibt. Im Osten Deutschlands treten Allergien generell seltener auf als in den alten Bundesländern. Das Betrifft alle erfassten Krankheiten der Allergieformen. Als Erklärung für dieses Phänomen gilt mittlerweile als sicher, dass die unterschiedlichen Lebensbedingungen vor der Wende 1990 der ausschlaggebende Grund ist. In den letzten 20 Jahren haben sich die Allergiezahlen in Ost und West langsam aber sicher wieder angenähert und die Ostdeutschen holen enorm auf. Bei Kindern ist in Sachen Allergie kaum noch ein Ost-West-Gefälle nachweisbar.
Jeder dritte bis fünfte Bundesbürger leidet mindestens an einer Allergie. Immer häufiger werden dabei auch Allergien bei Kindern festgestellt, ca. 30% der Kinder entwickeln mindestens eine Allergie. Unter den knapp 81 Millionen Einwohnern Deutschlands leiden etwa zwölf Millionen Deutsche an einem allergischen Schnupfen und ungefähr vier Millionen an allergischem Asthma bronchiale. Hoch sind auch die Zahlen bei Nahrungsmittelallergien, etwa 20% der Allergiker haben eine solche. An einer Kontaktallergie gegen Metalle, wie Nickel oder Chrom leiden etwa 10% der Deutschen.

