Diabetes: Führerschein weg 0

Diabetes-Patienten sollten in Zukunft noch achtsamer auf ihrem Blutzuckerspiegel achten, speziell wenn sie im Auto oder im LKW unterwegs sind. Denn wenn Diabetespatienten aufgrund von einer Unterzuckerung einen Unfall verursachen, kann ihnen der Führerschein abgenommen werden. Dies geht nun aus einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts Mainz hervor.

Im konkreten Fall, verlor ein Autofahrer wegen seines plötzlich abfallenden Blutzuckerspiegels auf einer Autobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Zuerst streifte er in einem Baustellenbereich eine Betonwand, fuhr dann mit gleichbleibender Geschwindigkeit in Schlangenlinien weiter, geriet dann ins Schleudern kollidierte zwei mal mit der Leitplanke und blieb dann quer zur Fahrbahn stehen. Ein ärztliches Gutachten hatte die Folge, dass die Behörde ihm die Fahrerlaubnis entzogen hat, eine Klage gegen dieses Vorgehen blieb erfolglos.

Den Grund sah das Gericht darin, dass der Diabetes-Patient bereits mehrere Verkehrsunfälle verursachte und diese alle mit einer Unterzuckerungen dokumentiert sind. Trotz diesem Wissen habe er nicht regelmäßig vor Fahrtantritt mit seinem Fahrzeug den Blutzucker kontrolliert. Aus diesem Grund fehle ihm die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs, so die Begründung der Richter am Verwaltungsgericht Mainz. Allerdings sei es denkbar, dem Kläger nach einer Schulung und nach mehrmonatiger stabiler Blutzuckereinstellung die Fahrerlaubnis unter bestimmten Auflagen wieder zu erteilen.