Dezember 16, 2009
Apotheken-Kundenkarte gegen Wechselwirkungen 0
Eine Kundenkarte in der Apotheke erleichtert dem Apotheker Wechselwirkungen seiner Kunden besser und frühzeitiger zu erkennen und sie dann im Besten Fall zu umgehen. Diesen sinnvollen Service einer Apotheken-Kundenkarte bieten zwar einige Apotheken ihren Stammkunden an, allerdings bei weitem noch nicht alle Apotheken.
Doch genau in solch einer Kundenkarte birgt sich die Chance den Apothekenkunden noch besser kennen zu lernen und eventuelle und gefährliche Wechselwirkungen einzelner Medikamente zu erkennen und abzuwehren.
Patientenindividuelle Wechselwirkungen zu erkennen und sie in Zusammenarbeit mit dem Arzt soweit möglich zu umgehen ist der Sinn einer solchen Apotheken-Kundenkarte. Besonders ältere Patienten und chronisch Kranke, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, sollten solch einen Service der Kundenkarte der Apotheke nutzen. Je mehr Wirkstoffe eingenommen werden, desto größer ist das Risiko für Wechselwirkungen, wenn man diese Daten speichert und analysiert, so kann der Apotheker solche Gefahren in einem Beratungsgespräch bannen. Allerdings unterliegen die in der Apotheke gespeicherten Daten in Deutschland dem Datenschutz, eine Einwilligung des Patienten ist also nötig wenn er diesen Service nutzen möchte.
Bislang sind mehr als 5.000 Wechselwirkungen zwischen Medikamenten bekannt, Medikamente können ihre Wirkungen oder Nebenwirkungen wechselseitig verstärken, aber auch abschwächen. Auch kann ein Wirkstoff die Aufnahme eines zweiten Wirkstoffs hemmen. Dadurch wirkt dieser zweite Wirkstoff schwächer oder garnicht. ”Wenn der Apotheker die komplette Medikation kennt, kann er einen individuellen Tagesplan erstellen”, so Friedemann Schmidt (Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände).

